Silke Aichhorn ANZEIGE

Starke Frau mit sanften Tönen:
Harfen-Solistin Silke Aichhorn
Mit Feingefühl, Kraft und musikalischer Experimentierfreude erschließt Silke Aichhorn ein klassisches Instrument neu…
So kunstvoll und virtuos wie kaum eine andere bringt Silke Aichhorn die Harfe zum Klingen. Als eine der außergewöhnlichsten Harfenistinnen der Welt erforscht die Musikerin die Möglichkeiten ihres Instruments stetig neu und findet dabei innovative Wege, einzigartige Klangwelten zu erschaffen. Diese sind von so himmlischer Schönheit, dass sie sogar schon den Papst damit verzauberte.
Zwischen Tradition und Moderne
Silke Aichhorn haucht einem alten Instrument neues Leben ein. Immerhin gehört die Harfe zu den geschichtsträchtigsten Musikinstrumenten der Menschheit. Ihre Entwicklung reicht über 5.000 Jahre zurück und führt von einfachen, geschwungenen Bögen bis hin zu den hochkomplexen Instrumenten der heutigen Zeit. In vielen antiken Kulturen galt die Harfe gar als göttliches oder rituelles Instrument. Im Frankreich des 19. Jahrhunderts war sie dann besonders in gehobenen Gesellschaftskreisen beliebt „Es galt es als schick, eine Harfe im Salon stehen zu haben und die höheren Töchter darauf spielen zu sehen“, erzählt Silke Aichhorn. „Die Impressionisten liebten, wie man weiß, Farbigkeit, auch die Klangfarben der Harfe.“
Silke Aichhorn nimmt dieses große Erbe und führt es mit ihrer Arbeit in die Zukunft. Sie interpretiert den unverwechselbaren, zart schwingendem Klang für das 21. Jahrhundert und schöpft bisher verborgene musikalische Potenziale und Ausdrucksmöglichkeiten des imposanten Saiteninstruments aus. Dabei deckt sie eine weite Bandbreite von Klassik über Swing bis Jazz ab. Ihr Spiel ist geprägt von einem faszinierenden Spektrum an Klangfarben, die sich mal zart perlend mal gewaltig grollend zu einem fließenden Strom verbinden, der das Publikum mitreißt und durch seine ganz besondere Magie in den Bann zieht.

Mit Kraft und Fingerspitzengefühl
Trotz der sanften Töne, die sie auf ihrem Instrument anstimmt, darf die Harfenistin selbst, nicht zart besaitet sein. Es braucht immerhin einiges an Kraft und Kontrolle, um der 40 Kilogramm schweren und 185 Zentimeter großen Harfe, die zarten Töne zu entlocken, die dann mit schwereloser Schönheit den Raum erfüllen. Beim Harfenspiel ist der ganze Körper gefordert. Die Füße bewegen die Pedale unterhalb des Instruments ununterbrochen auf und ab, während der Rücken sich dreht, die Finger über die 47 Saiten fliegen und die Augen aufmerksam nach den nächsten Noten suchen. Auf dem Instrument lastet dabei eine Zugspannung von bis zu 1,5 Tonnen. Harfenspiel ist also sowohl körperlich als auch koordinativ extrem anspruchsvoll. „Harfe spielt man nicht intuitiv. Es gibt nur Kontrolle“, erklärt die Harfenistin. „Man muss üben wie ein Wolf!“
Dabei hat Silke Aichhorn ihre Technik stets weiterentwickelt, seitdem sie als 12-jähriges Mädchen ihre erste Harfe zu Weihnachten geschenkt bekam und mit dem Üben anfing. Als sie ihr Studium bei Chantal Mathieu am Conservatoire de Lausanne begann, forderte die Professorin sie dazu auf, das Harfenspiel noch einmal von Grund auf neu zu erlernen. „Nach acht Jahren Übung. Finger für Finger. Alles neu. Eine komplett neue Technik“, erinnert sich Silke Aichhorn. Obwohl die Umstellung herausfordernd war, ist sie heute dankbar dafür. Schließlich weiß sie genau, dass musikalisches Talent allein nicht ausreicht, sondern durch Disziplin und kontinuierliche Arbeit weiterentwickelt werden muss. Um ihre Fähigkeiten noch stärker zu verfeinern, nahm sie später zusätzlichen Unterricht bei Han-An Liu, der damaligen Solo-Harfenistin der Münchner Philharmoniker.

Musikalische Experimentierfreude
Schon neben dem Studium begann Silke Aichhorn damit, praktische Erfahrungen zu sammeln. Sie spielte abends in Hotels und lud dafür ihr großes Instrument in ihren Fiat Uno. Mehrere Konzerte pro Woche gehörten zu ihrem Alltag. Von dieser intensiven Zeit profitiert sie bis heute: „So habe ich mir schnell ein großes Repertoire raufgeschafft“, erklärt die Harfenistin. Dieses erweitert sie noch immer stetig. Ihre Diskografie umfasst mittlerweile 34 CDs. Darüber hinaus hat sie zwei Bücher und mehr als 400 Videos auf YouTube veröffentlicht. Diese Vielfalt ist in der internationalen Harfenszene eine absolute Ausnahme.
Anfang des Jahres rief Silke Aichhorn außerdem die „Harpchallenge“ ins Leben. Dabei postet sie ein Jahr lang jeden Tag ein neues Stück – von der Renaissance bis zum Swing – auf ihrem Instagram-Kanal. Die ungefähr einminütigen Sequenzen spielt sie auf der Harfe in verschiedensten Locations ein – vom Konzertsaal bis zur Kirche –, und zeigt uns so ein Stück ihrer Welt der sanften Klänge. Dabei ist die Musikerin auch jenseits ihrer Social-Media-Challenge stets auf der Suche nach Herausforderungen und wagt sich gerne auf musikalisches Neuland. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihrem Publikum immer wieder neue, unbekannte Werke zu präsentieren, die noch nicht auf der Harfe gespielt wurden. Dafür greift sie auf Noten zurück, die ursprünglich für andere Instrumente geschrieben wurden. Diese überträgt sie auf die Harfe und passt sie an die besonderen Möglichkeiten des Instruments an. Immerhin gibt es in der klassischen Musik nur wenige Komponisten, die Musik für die Harfe geschrieben habe wie die beiden Franzosen Claude Debussy und Maurice Ravel. Bedeutende deutsche Komponisten wie Johannes Brahms, Robert Schumann oder Franz Schubert haben hingegen keinerlei Werke für das elegante Saiteninstrument hinterlassen.

Silke Aichhorn bringt feine Klänge mit Humor auf die Bühne
Ihr einzigartiger Angang an das Instrument hat Silke Aichhorn weltweite Reputation beschert. Auf den Weltharfenkongressen von Brasilien bis Australien begeistert sie regelmäßig die internationale Harfenszene mit ihrem Können. So sorgte die Musikerin zum Beispiel beim Weltharfenkongress 2014 in Sydney mit einer besonderen Premiere für Aufmerksamkeit: der Uraufführung eines Harfenkonzerts von Ernst Eichner. Sie hatte das Werk selbst für die Harfe editiert und als erste Solo-Künstlerin überhaupt spielbar gemacht.
Noch im selben Jahr folgte ein weiteres Highlight. Sie bekam die Anfrage für einen Auftritt vor Papst Benedikt XVI. Silke Aichhorn stellte ein Programm zusammen und reiste gemeinsam dem Flötisten Professor Dejan Gavric, nach Rom, wo sie in der traumhaften Kulisse der Vatikanischen Gärten, bei Vollmond für das Kirchenoberhaupt spielten. „Es war irre schön“, erinnert sich die Musikerin. Dabei ist jedes der Konzerte von Silke Aichhorn ein ganz besonderes Erlebnis. Sie verzaubert nicht nur mit dem großen Spektrum an Klangwelten, die sie dem imposanten Saiteninstrument entlockt, sondern auch mit ihrem feinen Sinn für Humor. Dabei nimmt sie gerne ihrer persönlichen Erlebnisse mit der Harfe augenzwinkernd aufs Korn. Wer Silke Aichhorn live erleben möchte, findet auf ihrer Website www.silkeaichhorn.de alle kommenden Termine.
Fotos: © Joachim Müller, © Sven-Kristian Wolf
Das könnte Dich auch interessieren
- Wunderbalsam – eine inspirierende Reise durch Indien
Autorin Marie Erlenmaier nimmt uns in ihrem Erstlingsroman “Wunderbalsam” mit auf einen turbulenten Orient-Trip…
- 2 Freundinnen – 1 Film: Together Free
Die beiden Hamburgerinnen Kristin Hollmann und Valerie Menke haben sich aufgemacht, den Himalaya zu erobern, und dabei einen großartigen Film über Freundschaft gedreht…
- Spirituelle Wegweiserin: Jana Nadine Neumann
Manchmal braucht es den Mut, neue Wege zu gehen, um wieder zu sich selbst zu finden. Genau das hat Jana Nadine Neumann getan!
DIESE ARTIKEL SIND AKTUELL BELIEBT
- Streetview: Hofweg
Jede Menge Möglichkeiten zum Shoppen, Sporteln, Schlemmen und Entspannen bietet uns der Hofweg im Herzen von Uhlenhorst…
- Port des Lumières macht Kunst zum Erlebnis
Mit Port des Lumières geht in der HafenCity Hamburgs erstes dauerhaftes Zentrum für immersive Kunst vor Anker…
- Fitness & Fun für die ganze Familie im Aspria Alstertal
Großer Spaß für kleine Sportsfreund:innen: Bei den Sommer-Camps im Aspria Alstertal und Aspria Uhlenhorst erwartet die Minis ein ganz besonderes Ferienprogramm voller Fun, Kreativität & Bewegung…
- Empowerment-Pionierin: Iris Berben
Wir haben mit Schauspielerin Iris Berben über ihr Beauty-Geheimnis, ihre Vorbildfunktion und die Herausforderungen unserer Zeit gesprochen…
- 3 Fakten by Bintu Cham: Suppen
Jetzt gibt’s was auf die Löffel! Wie wir mit Suppen unseren Stoffwechsel boosten, verrät Dipl. Oecotrophologin Bintu Cham…
- Behind the Scenes: Secondella
Ihr wolltet schon immer einmal wissen, wie Second Hand Designerware ihren Weg in Euren Kleiderschrank findet? Wir durften beim Second Hand und Second Season Store “Secondella” einen exklusiven Blick hinter die Kulissen werfen…

